MUT ZUR WAHRHEIT !

Kommt er oder kommt er nicht? Der Autobahnanschluss ist in aller Munde und der Dauerbrenner zu Hause, am Arbeitsplatz und am Wirtshaustisch. Inzwischen hat dieses Thema auch die Landespolitik erreicht und seit bekannt geworden ist, dass die Gemeinde und das Land Vorarlberg bereits im Frühjahr 2019 von der ASFINAG eine detaillierte negative Rückmeldung bekommen hat sind die Wogen erst recht wieder hoch gegangen.

VARIANTE 1 - AUTOBAHNVOLLANSCHLUSS

Ausgehend davon, dass die Firma Kopf Kies+Beton keine Betriebszufahrt erhält – das hat Landesstatthalter Rüdisser schon beim VN Stammtisch im November 2019 ausgeschlossen: „Einen Autobahnanschluss für ein Kieswerk wird es sicher nicht geben“ – wird der Autobahnanschluss zum Vollanschluss. Das heißt Auf- und Abfahrtsmöglichkeit von beiden Richtungen. Die Zufahrtsstraßen zu diesem Anschluss führt dann über die Rheinstraße, Unterhub und Oberhub mit ihren nicht StVO-tauglichen Mehrzweckstreifen und über die Hohenemser Rheinfähre. Eine absurde Variante, die sich wohl die größten Optimisten nicht vorstellen können und sich die kleinsten Pessimisten nicht wünschen können. Übrigens, eine Anschlussstelle Raststätte Hohenems wurde schon einmal mit verschiedenen Varianten geprüft und auch damals gab es eine Absage mit der Begründung: dass keine der Varianten das für die Asfinag wichtige Kriterium „Durchgangsverkehr“ – der Verkehrsanteil mit einer Reiseweite von mehr als 30 km – erfüllt. 

VARIANTE 2 – BETRIEBSZUFAHRT DANK "ÖFFENTLICHEM INTERESSE"?

Die Bewilligung einer Betriebszufahrt für die Kiesgrube und Aushubdeponie ist höchst unwahrscheinlich und wurde wie oben beschrieben auch schon von Karlheinz Rüdisser ausgeschlossen. Es wird in den laufenden Diskussionen auch immer wieder mit dem "öffentlichen Interesse" argumentiert, dass angeblich in der 2018 veröffentlichten Bedarfsstudie zur Rohstoffversorgung beschrieben wurde. Nur, da drinnen steht kein Wort geschrieben von wegen "Öffentlichem Interesse".

Hier nachzulesen: BEDARFSSTUDIE 2018 PDF⬇︎
VARIANTE 3 – BETRIEBSZUFAHRT DANK RHESI?

RHESI wird's schon richten, das ist der letzte Strohhalm an den sich die Befürworter klammern. Das Hochwasserprojekt Rhesi wird kommen und mit ihm enorme Erdbewegungen. Aber, es ist erstens noch unklar in welcher Form, Art und Weise die Verkehrs- und Transportlogistik umgesetzt werden wird, das wird derzeit erst erarbeitet. Und zweitens hat Markus Mähr, Projektleiter von Rhesi auf Rückfrage der BürgerListe Altach + Die Grünen gemeint, dass der zweite Bauabschnitt, von dem auch Altach/Hohenems betroffen sein wird, frühestens Mitte oder Ende der 30er Jahre kommen wird. Also es dauert noch eine gute Zeit lang bis dahin und wenn es dann soweit ist, wird Rhesi für 1 1/2 bis maximal 2 Jahre eine Anbindung brauchen, die locker mit einem Provisorium abgewickelt werden kann. 

WIR FORDERN:
  • Keine Infrastruktur-Ausgaben für das geplante Kiesabbau- und Aushubdeponieprojekt bis eine fertige und betriebsbereite Verkehrslösung zur Verfügung steht.

  • Klare, transparente und kontinuierliche Informationen über den Verhandlungsstatus mit BMVIT und ASFINAG und die Erfolgsaussichten. Keine Geheimniskrämerei sondern offene Karten.

  • Transparente Kosten- und Investitionsplanung im Vorfeld. Wer bezahlt was, welcher Anteil entfällt auf Götzis, Hohenems, Altach, Bund, Land, ASFINAG.

WIESO HAT DIE BLA+G KEINE LÖSUNG?
  • Wir glauben nicht, dass es an dieser Stelle (Rheinauen, Raststätte) eine, für alle Beteiligten sowie für Natur- und Umwelt zufriedenstellende Lösung gibt

  • Wir sind nicht Betreiber dieses Projektes und auch nicht Teil des Problems. Wir erwarten, dass die Betreiber einen Lösungsvorschlag erarbeiten oder vom Projekt zurücktreten.

  • Eine Lösung muss von Verkehrsexperten geplant und geprüft werde und kann nicht auf die Projektkritiker abgewälzt werden.