KIES BRAUCHT KONTROLLE!

Derzeit ist es ruhig rundum den Kiesabbau. Kopf Kies+Beton hat zwar auch noch nach Jahresende munter weiter Kies geschürft, auf Anfrage der BürgerListe Altach + Die Grünen gab sich Bürgermeister Brändle zwar unwissend aber betont entspannt: "Da wird man halt noch die letzten paar Schaufeln herausholen".


SCHON WIEDER AM SCHMÄH FÜHREN?

Na ja, dann sehen wir das auch mal so entspannt, oder?

Wie war das noch mal, hat nicht Franz Kopf gebetsmühlenartig immer und immer wieder wiederholt, dass am 31. Dezember Schluss sei, weil keine Bewilligung mehr vorläge. Und jetzt macht man halt "a klä" weiter?

VERLÄSSLICHKEIT IN HOMÖOPATHISCHEN DOSEN!

Seit Jahrzehnten wird in der Diskussion rundum den Kiesabbau vertröstet, verschoben, nicht eingehalten und sich nicht mehr erinnert. Egal ob es um eine mögliche Anbindung an die Raststätte geht – die das erste Mal schon in den 90er Jahren in Aussicht gestellt wurde, protokollarisch bestätigt das nächste Mal 2006. Egal ob es um die Rekultivierung der alten Deponieflächen – da kann sich Bürgermeister Brändle auf die BLA+G-Anfrage im November 2018  in der Gemeindevertretung zuerst gar nicht mehr erinnern um dann zugeben zu müssen, dass nichts gemacht wurde.

 

MACHT & KIES BRAUCHEN KONTROLLE

Oder Franz Kopf, der davon spricht, dass Ende Jahr definitiv Schluss ist mit der Kiesentnahme, aber am 20. Jänner immer noch am Schaufeln ist. Da kommt Vertrauen auf!

HERBERT SAGT WAS SACHE IST:

"Die Empfehlungen von Walter Fitz wurden nicht umgesetzt. Es ist nichts passiert. Der Boden ist auf Jahre, wenn nicht Jahrzehnte hinaus ruiniert."

Herbert Sohm, Gemeinderat

KEIN SCHADEN FÜR NATUR & UMWELT?

NEIN, TATSACHE IST:

Es wird bei der Kiesentnahme nicht nur ein immenser Grundwasserkörper vernichtet, sondern auch eine wichtige Versickerungsfläche und ein riesiger Bodenfilter zerstört.

UND WAS SAGEN DIE GÖTZNER + EMSER?
 

Derzeit verdächtig wenig. Die Götzner sind sich uneins. Die Grüne Liste Götzis findet die kolportierte 50:50 Vereinbarung mit den Altachern miserabel und fragt: "Kies zu verschenken?" Die Hohenemser sagen auch nichts konkretes und haben sich auf die Aussage der ASFINAG hin – dass sie ja bereits im Juni 2019 über die negative Beurteilung informiert wurden – nobel zurückgehalten.

Ist da etwas im Busch, plant Götzis gar einen Alleingang, wieso hält sich der Götzner LAbg Clemens Ender plötzlich so zurück – was ist mit euch?

AUSSAGEN DER EXPERTEN

Der Amtssachverständige für Wasserbau und Gewässerschutz  DI Christian Hammerl meint in der Verhandlungsniederschrift zu diesem Projekt: "Das Kiesabbaugebiet befindet sich im wasserwirtschaftlich sehr bedeutenden Grundwasserkörper des Rheintales. Die grundwasserführenden Kieslinsen des Rheintales werden zur Trinkwasserversorgung der Bevölkerung des Rheintales genutzt. Die Grundwasserpumpwerke in Koblach, Mäder, Lustenau und Höchst versorgen große Teile der Bevölkerung Vorarlbergs mit Trinkwasser.

Die Bedeutung des Rhein-begleitenden Grundwasserstromes für Trinkwassernutzungen wird in Zukunft zunehmen."

Kiesentnahmen im Grundwasserkörper des Rheintales (Nassbaggerungen) stehen grundsätzlich im Widerspruch zu den prioritären wasserwirtschaftlichen Zielsetzungen und öffentlichen Interessen.

NACHTEILIGE AUSWIRKUNGEN

Folgende nachteilige Auswirkungen auf den Grundwasserkörper sind durch den Abbau und die Wiederverfüllung zu befürchten: Durch den Kiesabbau im Grundwasser, die sogenannte Nassbaggerung, wird der Grundwasserkörper selbst abgebaut. Die Funktion des Grundwasserkörpers ist im Bereich des entstehenden Baggersees grundsätzlich nicht mehr gegeben. Zur Verfüllung gelangen meist stark schluffige Sande und Tone mit geringer Durchlässigkeit. Es entsteht in hydraulischer Hinsicht ein sehr gering durchlässiger Bodenkörper, der die Grundwasserbewegung stark behindert. Die Strömungsrichtung des Grundwassers und die Grundwasserspiegellage werden dadurch lokal beeinflusst. Durch die Entfernung des Bodenfilters bzw Freilegung der Grundwasser- Oberfläche wird das Gefährdungspotential für das Grundwasser maßgeblich erhöht.

DIE ZUKUNFT WIRD DURCH KIES FINANZIERT!

Die Zukunft wird durch Kies finanziert! Dieses Thema ist das wahrscheinlich desatröseste in der ganzen Diskussion. Da wird suggeriert, dass die künftigen Projekte in der Gemeinde ganz wesentlich auf die künftigen Einnahmen angewiesen sind.

 

WELCHE ERLÖSE – IST DIE FRAGE?

Welche Vereinbarung gibt es, mit welchen Investitionen? Es gibt weder eine Abmachung mit Götzis, noch eine Auflistung der Investitionen und schon gar keine Idee, wer eine allfällige Betriebszufahrt bezahlen soll. Die Götzner wahrscheinlich nicht. Und wer bezahlt die Rechnung, wenn nach vier Jahren Schluss ist, was kostet es dann?

 

GOLDREGEN WIEDERVERFÜLLUNG?

Und wie hoch sind eigentlich die Einnahmen durch die Wiederverfülllung? Anscheinend, so sagen die Gutachter in einer Stellungnahme, sei zuerst zu prüfen ob es überhaupt genug Material für die Befüllung gibt, in der Qualität, die vorgeschrieben ist. Da kehrt sich dann der Spieß ganz schnell um und prompt diktieren die Lieferanten den Preis und nicht mehr die Deponierer. Die Deponie muss (!) nämlich wiederverfüllt werden und zwar in einem klar definierten Zeitrahmen. Was dann? Dann gute Nacht meine Freunde von der Kies-macht-Freude-Fraktion.